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Monopol ArtikelFür den gleichnamigen Monopol in dem Gebiet Physik siehe Monopol (Physik)
Ein Monopol bezeichnet man eine Marktsituation, in der ca. ein Anbieter oder Nachfrager die Preise in einem Marktsegment kontrollieren kann. Das Wort lässt sich auf das griechische "monos" (allein) und "polein" (verkaufen) zurückführen.
Monopolen haftet häufig der Ruf an, den höchstmöglichen Preis für ein Gut zu fordern. Tatsächlich aber liegt der geforderte Preis häufig niedriger als zu erwarten wäre, da der Monopolist bei seiner Preisgestaltung und zur Maximierung seiner Gewinne auch die Nachfrage am Markt berücksichtigen muss. Je höher der Preis ist, desto weniger Kunden sind bereit den Preis zu zahlen. Dies wurde erstmals 1838 von Augustin Cournot genau analysiert (siehe Cournotsches Monopolpreismodell). Allerdings ergäbe sich bei Konkurrenz mehrerer Anbieter ein niedrigerer Preis und eine höhere angebotene Menge.
Buch-Tipp: Als wir träumten. Mehr davon Herr Meyer! Selten habe ich eine so packende und fast authentisch anmutende Vor- und Nachwende-Geschichte gelesen. Die Situationen in denen sich die Hauptdarsteller dieses Buches finden sind für viele Jugendliche, die dies zur Wendezeit waren, wirklich nachvollziehbar. Womit ich nicht sagen will dass jeder "Halbstarke" auf Diebes- und... | |
Je nach dem, ob nun der Anbieter oder der Nachfrager das Monopol hält, wird zwischen Angebots- und Nachfragemonopol unterschieden. Ein Nachfragemonopol wird auch Monopson genannt.
Stehen einem Monopolisten ca. wenige, statt vieler Nachfrager/Anbieter gegenüber, handelt es sich um ein beschränktes Monopol. Treten auf beiden Seiten ca. ein Anbieter und ein Nachfrager auf, spricht man von einem zweiseitigen Monopol. Dies ist zu unterscheiden von einer Situation mit zwei Anbietern, dem sogenannten Duopol.
Der Begriff Monopol wird auch dort angewandt, wo zwar eine gewisse Konkurrenz vorhanden ist, aber der Marktanteil des Monopolisten so hoch ist, dass er als einziger aktiv in die Preisbildung eingreifen kann. Dies kann auch als unvollständige Konkurrenz gekennzeichnet werden.
Angebotsmonopole:
Nachfragemonopole: (meistens beschränkte Nachfragemonopole)
- meistens bei militärischen Produkten
- Zulieferer für Angebotsmonopole, z.B. Güterzüge für die Bahn
Ein jederzeit angreifbares Monopol bezeichnet man als morphologisches Monopol. Es ist häufig für kurze Zeit wünschenswert, um für technischen Fortschritt zu sorgen.
Buch-Tipp: Das Buch der Freiheit. Die Autobiographie des Friedensnobelpreisträgers. Dalai Lama - für viele ein lebender Gott. Für viele ist der Dalai Lama ein lebender Gott. Doch diese Buch zeigt in einer sehr angenehm geschriebenen weise, dass auch er ca. ein Mensch ist. Beim Lesen hatte ich das Gefühl Ihn gerade wirklich kennenzulernen. Ich kann dieses Buch ca. empfehlen. |
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Der Begriff natürliches Monopol wird ab und zu benutzt, um eine Marktsituation zu kennzeichnen, in der die gesamte Marktnachfrage am effizientesten durch einen einzigen Anbieter bedient wird. Bis vor kurzem betrachtete man z.B. Telefongesellschaften, Elektrizitätswerke, Eisenbahnen und andere Instanzen der Grundversorgung unter diesem Gesichtspunkt.
Der Grund lag in außergewöhnlich stark fallenden Grenzkosten, wodurch die Verdrängung von kleineren Konkurrenten aus dem Binnen-Markt leicht möglich war.
Meist übernahmen Staatsunternehmen die Funktion des Monopolisten, während private Monopolisten durch Regelungen an einer exzessiven Ausnutzung ihrer Angebotsmacht gehindert wurden. Daneben gibt es andere Staatsmonopole, weil dies gesetzlich aus bestimmten Gründen so geregelt ist (z.B. Salzregal). Durch technische Entwicklung und die Globalisierung waren die nationalen Monopole stets weniger zu rechtfertigen, so dass versucht wurde, diese abzuschaffen und die Märkte zu liberalisieren (beispielsweise bei der europaweit durchgeführten Teleliberalisierung der 1990er).Dieser Prozess verläuft jedoch sehr langsam.
Buch-Tipp: Das Monopol. Der erste Roman ein echter Erfolg Ein spannenender Thriller - der sehr gut recherchiert ist, auf historischen and aktuellen Fakten beruhend und der das Monopol von - naja wir wissen schon von "who", blosstellt. |
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- Ein Monopol entsteht und/oder wird erhalten durch Markt(eintritts)barrieren, beispielsweise...
- staatliche Einwirkung auf den Markt, z. B. Wasser, Energie (hier i. d. R. Versorgungskartelle)
- hohe Markteintrittskosten für z. B. Forschung & Entwicklung oder Distributionsnetze
- Marktmacht des Monopolisten (Preisführerschaft des Monopolisten, Patente)
- Der Monopolist kann eine Monopolsituation dort aufrecht erhalten, wo er eine nötige Ressource kontrolliert (z. B. intellektuelles Eigentum, das durch ein Patent geschützt ist oder eine natürliche Ressource wie z. B. einen Kanal, Diamanten)
Buch-Tipp: Der Fledermausmann. Teil 1 der Krimireihe mit Harry Hole Harry Hole wird zur Aufklärung des Mordes an der jungen Norwegerin Inger Holter nach Australien geschickt. Vor Ort findet er rasch einen Freund im Australischen Kollegen Andrew, der ihm zur Seite gestellt wird. Und mit der jungen Schwedin Birgitta, einer Kollegin der Ermordeten, beginnt Harry eine Liebesaffäre.... |
Strategien und Wirtschaftspolitik | |
Da eine Monopolstellung höchstmöglichen Gewinn verspricht, wird ein Monopolist darauf abzielen, den Markt auch zusätzlich vor möglichen Konkurrenten abzuschirmen. Um dies zu erreichen, wird stets wieder auch zu unlauteren oder marktverzerrenden Mitteln gegriffen. Beispiel einer solchen Praxis ist das Dumping: Produkte werden eine gewisse Zeit lang zu nicht kostendeckenden Preisen angeboten, bis der Konkurrent aus dem Markt verdrängt wurde, um anschließend die Preise wieder zu erhöhen. Diese Situation kann auch durch ein Kartell entstehen, oder durch ein Oligopol.
Falls Monopole nicht aus natürlichen Gründen aufgebrochen werden, greift gelegentlich der Staat aus wettbewerbsrechtlichen Gründen ein. Meistens liegt in diesen Fällen ein Verstoß gegen das UWG / GWB vor.
Beispielsweise wurde Microsoft, ein Quasimonopol , wegen Mißbrauchs ihrer Marktmacht verurteilt – die Auflagen, denen die Firma in der Folge unterworfen wurde werden allerdings von vielen für zu schwach gehalten.
Häufig reicht aber bereits die Bestreitbarkeit des Monopols aus: Hierzu muss glaubwürdig angedroht werden, dass die Monopolstellung verloren gehen kann, wenn bestimmte Vorgaben nicht eingehalten werden. Die Glaubwürdigkeit steigt insbesondere, wenn die Marktaustrittskosten klein sind.
Buch-Tipp: Der Klavierstimmer. Fantastisch! Ein langsam beginnender, dann aber stets fesselnderer Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Eine unglaubliche Beschreibung der menschlichen Abgründe und Sehnsüchte und der tiefen familiären Verwurzelung. |
Wohlfahrtstheoretische Bewertung | |
Monopole werden in dem Allgemeinen als schädlich erachtet, da die Monopolisten mangels Konkurrenzdruck häufig ineffizient und wenig innovationsfreudig sind. Die Konsumenten können z.B. nicht auf ein preisgünstigeres Produkt wechseln, weil es keines gibt. Auf der anderen Seite können überhöhte Preise, die aufgrund eines Monopols entstehen, auch dazu führen, dass der mögliche hohe Gewinn die hohen Markteintrittskosten für Konkurrenten akzeptabel erscheinen lässt oder sie dazu motiviert nach Alternativen zu suchen, um das Monopol zu brechen. Dadurch können Forschung und Investitionen stimuliert werden.
Der Monopolist muss sich aber auch zur Substitutionskonkurrenz Gedanken machen. Dahinter versteckt sich die Annahme, dass Käufer auf gleichwertige Produkte umsteigen, wenn die Preise für das monopolistische Gut zu hoch sind. Ein Beispiel dafür wäre Erdgas aus der ehemaligen Sowjetunion statt Erdöl aus arabischen Ländern.Des weiteren kann auch die Theorie der bestreitbaren Märkte einen Monopolisten disziplinieren.
Definition:
1. Zulässige Industriekonfiguration: Markträumung (Summe aller angebotenen Güter entspricht der Nachfrage) & positive Gewinne für bereits in dem Markt agierende Firmen.
2. Stabile Konfiguration: Ein potentieller Markteintreter kann bei gegebenem Preis der agierenden Firmen keinen positiven Gewinn erzielen.
3. Bestreitbarer Markt: Zulässige Konfiguration ist stabil.
Bsp.: Monopolist setzt den Monopolpreis. Ist zulässig aber nicht stabil, da ein potentieller Markteintreter den Preis minim unterbieten und so positive Gewinne erzielen könnte.
Wenn auch ca. wenige Firmen in dem Markt agieren, kann die Markteintrittsdrohung anderer Unternehmen disziplinierend wirken. Folglich wird der Monopolist nicht mehr seinen Gewinn maximieren, sondern seinen Markt absichern und Preis = Durchschnittskosten setzen bei einem natürlichen Monopol (statt Grenzerlös = Grenzertrag). Damit lohnt sich ein Markteintritt nicht mehr. Getroffene Annahmen: homogene Güter & identische Kostenfunktion.
Wohlfahrt: Ist constraint efficient, denn optimal wäre wenn der Preis den Grenzkosten entsprechen würde, jedoch würde die Firma die Fix- oder Eintrittskosten verlieren.
Buch-Tipp: Der Schwarm Bedingt empfehlenswert! In dem Vorfeld hatte ich die Rezensionen hier gelesen, deren Tenor ganz eindeutig war: es wäre auch kürzer gegangen. Nachdem ich dieses Buch doch bestellt und gelesen habe, kann ich mich dem ca. anschließen. 50-100 Seiten wären locker drin gewesen, ohne das dem Leser dabei etwas entgangen wäre (noch frisch in Erinnerung:... |
Preistheoretische Überlegungen | |
In einem "vollkommenen" Monopol sieht sich der Monopolist einem eindeutigen Zusammenhang von Preisen und Absatzmengen gegenüber, der Preis-Absatz-Funktion (PAF). Er kann also frei entweder den Preis oder die Absatzmenge so wählen, dass er damit seinen Gewinn maximiert. In der Wirtschaftstheorie ist dieser Sachverhalt als cournotscher Punkt bekannt. Mit ihm kann man die gewinnmaximale Absatzmenge und den gewinnmaximalen Preis berechnen.
Buch-Tipp: Der Turm - Der Dunkle Turm 7. Das Ka ist ein Rad und dreht sich stets weiter Eigentlich bin ich genauso fassungslos wie Roland, dass er den dunklen Turm erreicht hat (damit verrate ich nichts, denn jeder, der die Reise mit Roland bestritten hat, weiß aus tiefstem Herzen, dass er den dunklen Turm besteigen wird). Ich bin einerseits überglücklich, dass die Reise ein Ende hat... |
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